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Der Hammerschlag-2

5. Dezember 2012
Der Hammerschlag.
Wenn man ein alltägliche Sache näher betrachtet,
erkennt man viele Dinge, die man im Weltspiel gut gebrauchen kann.
– – – Diese Seite ist eine Überarbeitung der Seite „Hammerschlag“ vom 21. Februar 2012. Die Seite steht nunmehr auf grauem Grund und die einzelnen Abschnitte sind grün umrandet. Das soll die Lesbarkeit verbessern und den Text deutlich von den übrigen Angaben auf der WordPresss-Seite abheben.
Vorrede.
Der Hammer ist ein sehr wichtiges Werkzeug.
Es lohnt sich, daß man sich näher damit beschäftigt.
Dadurch erfährt man einerseits etwas über den Hammer.
Zum anderen erkennt man die verschiedenen Ebenen und Blickwinkel, unter denen man ein x-beliebiges Ding oder Geschehen betrachten kann.
Man muß zunächst eine Betrachtungsart durcharbeiten und dann die nächste anfügen und so fort, bis man ein- und dieselbe Sache auf unterschiedliche Art betrachtet hat. Dann merkt man, daß die Betrachtung abgeschlossen ist und daß man mit dem Ding oder der Sache vertraut ist.
Der Hammer ist ein sehr altes Werkzeug.
Zuallererst wurden wohl Steine, Äste oder Knochen als Hammer benutzt. Dazu ein 9-minütiger Filmausschnitt. http://vimeo.com/4176485 The Dawn of Man
Aus demselben Film ein zweiminütiger Ausschnitt.
http://www.youtube.com/watch?v=U2iiPpcwfCA 2001 Dawn of Man (best cut)
Aus dem Film: Stanley Kubrick: 2001-Odyssee im Weltraum
Das Wort Hammer in verschiedenen europäischen Sprachen.
Deutsch: der Hammer
Englisch: hammer
Italienisch: martello
Dänisch : hammer
Französisch : marteau (sprich marto)
Niederländisch : hamer
Spanisch : martillo
Schwedisch : hammare
Latein : malleus
Portugiesisch : martelo
Russisch: Hammer auf Russisch.JPG
Polnisch: Hammer auf Polnisch.JPG
Es fällt auf, daß es in diesen Sprachen nur die zwei Formengruppen hammer/hammare einerseits und martello/molotok andererseits gibt.
Die europäischen Sprachen und auch die Völker sind eng untereinander verwandt.
ham-mare und mar-tello haben auch einen Wortteil gemeinsam. Das kann Zufall sein, so etwas kann aber die Sprachwissenschaft herausfinden.
Weitere Hinweise zu Hammer auf der Seite http://www.agriserve.de/Wortlerngeschichten.html

Das Wort Hammer ruft im Gehirn eine bildliche Vorstellung hervor.
Hörer und Sprecher verstehen unter ein und demselben Wort nicht immer genau dasselbe, es gibt mehr oder weniger große Bedeutungsschwankungen.
Beispiel: Der Hammer.
Wenn ich mich mit einem US-Amerikaner unterhalte,
dann stellt der sich unter einem Hammer ein Gerät vor,
das auf einer Seite eine Hammerbahn hat,
auf der anderen Seite gebogen ist und klauenartig gespalten ist,
mit dieser Seite kann man Nägel herausziehen.
Die US-Amerikaner bauen ihre Holzhäuser mit solchen
Hämmern zusammen, deshalb kommt denen bei dem Wort Hammer so ein Gebilde in den Sinn.
Wir denken bei dem Wort Hammer an einen Schlosserhammer nach deutscher Industrienorm: gerade, eine Seite Hammerbahn, andere Seite angeschrägt.
So muß ein Hammer aussehen (in unserer Vorstellung).
Beispiel: Das Schwein.
So stellt sich jemand vom Balkan ein Schwein vor. das Bild zeigt die Balkan-Schweinelandrasse, das Mangalitza.
Wir stellen uns dagegen ein rosa Schwein mit geringer Behaarung vor. Etwa so. Das Bild zeigt die Deutsche Landrasse.

Die Wirkungsweise des Hammers.
Mit dem Arm holt man aus, man holt Schwung. Durch den Hammerstiel wird der Schwungweg verlängert, die Geschwindigkeit des Hammerkopfes wird erhöht.
Der Hammerkopf trifft auf den Nagel.
Der Hammerkopf ist starr, er kann nicht nachgeben.
Der Nagel ist auch starr, er kann nicht nachgeben.
Also wird der gesamte Schwung des Hammers abgebremst, umgesetzt in Kraft und diese treibt den Nagel ein Stück weit in das Holz hinein.
Das Geschehen im Zeitablauf.
Das Ausholen dauert lange, weil es zwar mit etwas Kraft und Schwung geschieht, aber gegen Ende des Ausholens verlangsamt man die Bewegung, damit man beim Abbremsen seinen eigenen Körper nicht beschädigt.
Das Zuschlagen dauert weniger lang, man beschleunigt auf dem ganzen Weg und der Hammer soll beim Auftreffen auf den Nagel so schnell wie möglich sein. Darin liegt gerade die Wirkung.
Das Abbremsen schädigt den eigenen Körper nicht, weil der Schwung des Hammerkopfes in den Übergeht. Der Nagel wirkt als Bremse und die Bremskraft treibt den Nagel in das Holz hinein.
Die Auftreffzeitspanne ist sehr kurz. Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde wird der Schwung, der durch das Ausholen entstand, umgewandelt in eine sehr hohe vorwärtstreibende Kraft. Die Kraft ihrerseits verschwindet wieder, weil der Nagel als Ganzes der Kraft ausweicht, er dringt ein Stück weit in das Holz ein. Aus diesem Grund muß man mehrmals hämmern, um einen Nagel in das Holz einzutreiben.
Eine Nebenbetrachtung: Der Rückprall.
Beim Eintreiben eines Nagels in Holz gibt es nur ganz wenig Rückprall, der allergrößte Anteil des Schwungs wird über den Nagel in das Holz hinein übertragen. Wenn man aber beispielsweise ein verbogenes Eisenstück auf einem Amboss geradeschlägt, dann geht ein Teil des Schwungs in die Verformung des Eisenstücks und ein Teil des Schwungs wird in einen Rückprall des Hammers umgesetzt. So kann man sich den Hammer selbst aus der Hand schlagen. Zumindest aber werden die Handgelenkte sehr stark belastet, wenn sie diese plötzliche ruckartige Bewegung auffangen müssen.
Hammerstiele werden aus Hickoryholz oder Eschenholz gefertigt. Diese Holzarten sind bruchfest und sie dämpfen gleichzeitig den Rückprall, sodaß am Handgelenk sehr wenig Rückprall ankommt, selbst wenn nach dem Schlag im Bereich des Hammerkopfes viel Rückprall ist.
Die besondere Leistung des Hammers.
Die Kraft und der Schwung werden während des gesamten Zuschlagweges gesammelt und dann innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne freigesetzt. Innerhalb dieser Zeitspanne wirken Kräfte, die um ein Vielfaches größer sind als die Kraft des Menschen.
Der Hammer verstärkt die Kraft um ein Vielfaches und er führt diese sehr hohe Kraft genau auf einen vorbestimmten Punkt hin.
Die Klemmwirkung des Holzes.
Auf den Kopf des vom Hammer getroffenen Nagels wird eine riesengroße Kraft ausgeübt. Der Nagel gibt aufgrund seiner Starrheit diese Kraft an seine Spitze weiter. Diese Kraft zerschneidet einige Holzzellen und drückt die anderen eng zusammen und sie zwingt den Nagel ein Stück weit in das Holz hinein.
Das auf diese Art zur Seite gedrängte Holz und die zusmmengedrückten Holzzellen drücken ihrerseits, nachdem der Hammerschlag beendet ist, seitlich auf den Nagel den eingedrungenen Nagel und halten in durch diesen Seitendruck, durch diese Klemmwirkung fest.
Nägel, die leicht einzuschlagen sein sollen und nicht allzuviel halten sollen, sind glatt.
Nägel die besonders viel halten sollen, sind dick und an der Oberfläche gerillt.
Bei glatten Nägen kann man die Festigkeit der Holzverbindung erhöhen, in dem man viele Nägel nimmt und indem man lange Nägel nimmt. Glatte Nägel sind auch sehr viel billiger in der Herstellung und im Verkauf als gerillte Nägel.
Einige weitere Anmerkungen.
1.
Das Hämmern selbst ist ist eine flüchtige Tätigkeit. Die Wirkung aber, der in das Holz eingeschlagene Nagel, ein aus den solcherart verbundenen Holzteilen hergestellter Tisch, kann viele Jahre lang in Benutztung bleiben.
2.
Der Hammer leistet viel und ist im Kaufpreis nicht teuer. In den Baumärkten sieht man fast nur Hämmer aus deutscher Herstellung. Diese sind wohl etwas teuer als China-Ware, aber man hat beim Arbeiten einfach mehr Freude damit.
Sei es, daß de deutschen Hämmer tatsächlich besser und sicherer und haltbarer im Gebrauch sind, sei es auch nur deshalb, daß man sich bei jedem Hammerschlag freut, daß wir in Deutschland eine leistungsfähige Industrie haben.
3.
Ein Hammer ist sehr einfach zu bedienen und er ist sehr vielseitig.
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